Die Savanne erwacht
Reise 1: 10. Nov. 08 - 16. Jan. 09
Sambia in der "Smaragd Saison", man könnte auch Regenzeit dazu sagen, ist ein besonderes Erlebnis. Einerseits erblüht die Savanne zu neuem Leben. Farben und Formen, die an unseren Frühling erinnern, prägen die Natur. Andererseits wird das Reisen schwieriger. Viele Strassen sind kaum mehr befahrbar. Doch die Mühe lohnt. Die Schönheit und Abgeschiedenheit der Zambischen Nationalparks übertraf unsere Vorstellungen bei weitem.
Liuwa Plain Nationalpark
Der erste Regen im November verwandelt den ausgedörrten Liuwa Plain Nationalpark im Westen Sambias in fruchtbare Weiden. 35'000 Gnus, tausende Zebras und andere Grasfresser ziehen dann wie in der Serengeti in die weite Gasebene. Eine Löwin, aussergewöhnlich viele Tüpfelhyänen und ein Wildhundrudel erwarten sie. Neue Tümpel und Wasserkanäle locken Kraniche, Störche, Ibisse und weitere Wasservögel an. Mit nur wenigen hundert Touristen pro Jahr, gehört der Park zu den unberührtesten Wildgebieten Afrikas.
-> Mehr Informationen: Liuwa Plain Nationalpark
Kasanka Nationalpark
Mit 450 km2 ist der Kasanka Nationalpark im Norden Sambias der kleinste Nationalpark des Landes.
Der Park beeindruckt durch schöne Miombo- und Sumpfwälder, Überschwemmungsebenen und Auenwälder. Zwischen Oktober und Dezember versammeln sich auf kleiner Fläche 8 Millionen Flughunde, um sich von den reifen Früchten in der Umgebung zu ernähren.
-> Mehr Informationen: Kasanka Nationalpark
South Luangwa Nationalpark
Der wasserreiche Luangwa-Fluss entspringt im Mafinga-Gebirge, im Grenzbiet von Sambia und Malawi. Er fliesst im Osten Sambias durch das schwer zugängliche und kaum besiedelte Luangwatal. Im Unterlauf liegt der Süd-Luangwa Nationalpark. Er gehört zu den spektakulärsten und tierreichsten Naturparadiesen in Afrika. Während der Fluss in der Trockenzeit auf wenige Tümpel schrumpft, wächst er mit dem Regen wieder zu einem mächtigen Strom.
-> Mehr Informationen: Robin Pope Safaris
Reise 2: 26. August bis 26. Oktober 2009
South Luangwa Nationalpark
Ende Regenzeit schrumpft der Luangwa-Fluss zu einem Rinnsal. In der völlig ausgedörrten Landschaft wird er für viele Tiere zur Lebensader. Aber obwohl die Natur unter der Trockenheit leidet, bereitet sie sich bereits auf die Regenzeit vor. Viele Bäume nutzen ihre Kraftreserven, um noch vor dem ersten Regen zu blühen und neue Blätter zu bilden. An den freigelegten Steilufern versammeln sich zehntausende Karminspinte zur Brut.
-> Mehr Informationen: Robin Pope Safaris, Tribal Textiles, Kawaza Village
Kafue Nationalpark
Der Kaufe Nationalpark wurde bereits 1950 gegründet und ist Sambias ältester Nationalpark. Mit 22'400 Quadratkilometern ist er das zweitgrösste Schutzgebiet in Afrika. Trotz jahrzehntelangen Problemen mit Wilderei blieb die Artenvielfalt erhalten. Saisonale Schwemmgebiete und dichte Laubmischwälder beherbergen eine enorme Vielfalt an afrikanischen Wildtieren.
-> Mehr Informationen: Robin Pope Safaris
Reise 3: 23. März bis 30. Mai 2010
Bangweulu Wetlands
Wie beim berühmten Okavango-Delta in Botswana, schafft die jahreszeitliche Dynamik des Wassers in den Bangweulusümpfen ein artenreiches Naturparadies. In der Regenzeit steigt der Wasserspiegel um ein bis zwei Meter an, wodurch sich die Uferlinie bis zu 45 Kilometer weit verschiebt. Am Rand der Sümpfe leben gegen hunderttausend der endemischen Schwarzen Litchi-Moorantilopen. Mitten im Sumpf lebt und brütet der sehr seltene Schuschnabelstorch. Auch die Menschen bevölkern seit Jahrhunderten die Sümpfe, um in temporären Camps während mehreren Monaten pro Jahr zu fischen.
-> Mehr Informationen: Bangweulu Wetland Project
Liuwa Plain Nationalpark
Gegen Ende der Regenzeit, wenn
der Sambesi die Ebenen überflutet, zieht die Lozi-Königin von Kalabo in ihren
höher gelegenen Winterpalast. Uralte, riesige
Stammestrommeln schlagen zum
Aufbruch. Hundert in Tierhäute
gekleidete Paddler mit Löwenmähnen
führen in der königlichen
Barke die Prozession an. Leider führte ein Todesfall in der königlichen Familie dazu, dass die Zeremonie um einen Monat verschoben wurde. Das haben wir allerdings erst nach unserer Ankunft in Kalabo erfahren. Die Königin gewährte uns aber eine mehrstündige Audienz, bei der wir viel Interessantes über das Volk der Lozi erfahren haben.
-> Mehr Informationen: Liuwa Plain Nationalpark
Victoriafälle
Auf einer Breite von fast 2 km stürzen die Wassermassen des Sambesi über 100 m tief in eine schwarze Basaltschlucht. Die dadurch entstehende Gischt steigt bis zu 600 Meter auf und ist noch in 60 km Entfernung zu sehen. Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall deshalb Mosi-oa-Tunya = Donnernder Rauch. Bei Vollmond bildet sich in der Gischt ein magischer Vollmondregenbogen.









